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begleitende Kommentare zu modernem Stil

Abby Seymour

Abby Seymour ist eine dieser beeindruckenden Frauen, die es schaffen, ihren ganzen kreativen Output unter einen Hut zu bringen. Hier seht ihr ihre wunderbar minimalistische Schmuck-Kollektion. Doch eigentlich ist Abby Seymour Buchbinderin-Illustratorin-Druckdesignerin-Goldschmiedin. Ihre Medien sind also divers. Sie arbeitet mit Wasserfarben, Baumwoll-Tuch, Soja-Tinte, Australischem Porzellan und eben auch mit Silber. Ich beneide sie ein bisschen um die Vielseitigkeit ihrer Audrucksmöglichkeiten, während mir nach meinem Besuch in Australien aber auch klar ist, dass Abby einen Weg der Herausforderungen gewählt hat. Kreatives, eigenständiges Design umzusetzen ist nämlich in einer Stadt wie Melbourne noch mal eine ganz andere Nummer als in Berlin. Deshalb ist eine Designerin wie Abby nicht nur ein Glückfall in Sachen Gestaltung, sie ist auch eine Inspiration dafür, das eigene Talent voll und ganz auszuschöpfen und die Möglichkeiten, die sich bieten, effektiv zu nutzen.


Abby Seymour is one of these formidable women who manage to combine all their creative output in one venture. Above I chose to show you her beautiful minimalist jewelry collection. But she is actually a bookbinder-illustrator-printmaker-jewelry-designer. Wow. So her materials are quite diverse. She works with water colours, cotton rag paper, soy based ink, australian porcelain and also sliver. I envy her a little for the versatility of ways to express herself. But at the same time my visit to Australia made clear, that women like Abby choose to step up to the plate, because it is much more challenging to implement independent design in a city like Melbourne than it is to do that in - let’s say - Berlin. That is why I’m not only impressed by the beautiful objects Abby creates. She is also an inspiration to utilies any talents one may have and effectively make use of any chance given.

Song for the Mute

Visiting Sydney I discovered a fashion brand which impressed me so much, that I decided to start featuring menswear on this little publication. Song for the Mute is a neat collaboration of graphic artist Melvin Tanaya and fashion designer Lyna Ty. You can see their skills coming together in the immaculate way they handle surface and pattern, as well as the beautiful design of the brand itself which enriches the collection while perfectly blending in with it. Visiting Song for the Mutes flagship store it was also the entitlement with which we were welcomed that blew my mind, as well as the enthusiasm and immaculate knowledge that always showed through in our hosts, while we were investigating the collection. All in all I can definitely recommend: Check out Song for the Mute. And if you wont make it to Sydney but have a chance to get to Berlin, some of their pieces are sold through Darklands as well.


Sydney. Diese in Selbstverständnis badende Stadt hat interessante, versteckte Schauplätze einer ganz eigenen Modeszene. Und hier habe ich ein Entdeckung gemacht, die mich dazu animiert hat, hier auch Menswear zu präsentieren. Es handelt sich um das australische Fashion Label Song for the Mute, dessen Flagship Store ich auf Empfehlung hin ausfindig gemacht habe, um ihn mit einem potentiellen Kunden zu besuchen. Und das hat sich gelohnt. Song for the Mute zelebriert Mode auf eine Art, wie es viel zu selten der Fall ist. Große Begeisterung für besondere, hochwertige, meist natürliche Stoffe, deren Strukturen gezielt für eigenwillige und doch vollkommen tragbare Styles eingesetzt werden. Ein großes Interesse aller Mitarbeiter, diese Begeisterung zu vermitteln. Ohne Attitüde, ohne Vorurteile. Das Branding ist zurückhalten und doch vollkommen klar, weil es in der Kollektion aufgeht. Und obendrein sind die Teile so schön, die Silhouetten so entspannt, dass ich am Ende des Tages davon überzeugt war, einen Großteil der Kollektion auch selber tragen zu können. Wer es in der nächsten Zeit nicht nach Sydney schafft, hingegen aber nach Berlin, der kann sich Song for the Mute auch im Darklands anschauen.

Australia in Patterns

It’s 15 days now that I’ve traveled Australia. I’ve been going back and forth between Melbourne and Sydney which is a cool thing to do. On my way I discovered some quite inspiring shapes and patterns aside the classic cliché themes (which are actually very impressive and cool, too). The above have been taken along the coastline, at Sydney Opera Hall and in domestic gardens around the places I stayed hat. I hope you enjoy them as much as I do.

Über die Jahre: Commes des Garçons

Neue Etikette: Devernissage

It’s the big moment of a little entrance, every time again when arriving at a businessy evening event. Is it about the art presented at a vernissage, the leitmotiv of a lecture or a new magazine with a tiny run? It probably is. But at the same time we all care very much about the potential of new business approaches, the magic “Who knows, maybe something comes up?” But how does this something materialize? Somehow we all agree that fresh thoughts, interesting characters or even promising business cards make such events really valuable. But this value doesn’t come without a risk. Besides all the trained dancing moves on the business floor there is something you really need to do: Step out of line and leave the safe harbor of well-known acquaintaces. There are no rules for this career flirtation. But there is empathy: A young inconnue with carefully applied lipstick stands alone at the bar: She should be invited over to the group of friends which will easily integrate her. The slightly awkward ex-colleague approaches: Now the credo is compelling friendliness. No cant please, it will be observed and is better used as a tool in other situations. The longing for a vibrant atmosphere should lead the endeavor of candidness. Because only if some professional but relaxed people are willing to resist the first impulses of insecurity and fear, the party will fall under the spell of “What if?”

Es ist der große Moment eines kleinen Auftritts, jedes einzelne Mal wieder, wenn eine beruflich konnotierte Abendveranstaltung ansteht. Geht es hier um die Kunst auf einer Vernissage, den roten Faden eines Vortrags oder das neue Magazin in kleiner Auflage? Bestimmst. Doch ebenso bedeutsam sind die potentiellen Kontakte, das “Wer weiß, vielleicht ergibt sich etwas?” Doch wie entsteht dieses Etwas? Wir sind uns eigentlich alle einig, dass neue Gedanken, interessante Persönlichkeiten oder auch nur verheißungsvolle Visitenkarten einen solchen Abend erst richtig wertvoll machen, abrunden. Doch ist dieser Wert nicht ohne Mut zum Risiko zu haben. Neben all den antrainierten Businessparkett-Tanzschritten gilt es nämlich auszuscheren aus der angenehm altbekannten Runde. Und es gibt eben keine geltenden Regeln für den Business-Flirt. Aber es gibt Empathie: Die junge Unbekannte mit dem ordentlich aufgetragenen Lippenstift steht allein an der Bar. Bitte, diese Runde kann sie tragen. Ein etwas unbequemer Ex-Kollege kommt freundlich lächelnd herangeschwebt. Auch wenn der Impuls ein anderer ist, hier heißt es überzeugend freundlich sein. Heuchelei sollte das nicht sein. Die wird sofort bemerkt. Und sie kann an anderen Punkten besser bewusst eingesetzt werden. Es sollte der Wunsch nach einer beweglichen Atmosphäre am diesem Abend sein, der Anstrengung zur Offenheit leitet. Denn nur wenn ein paar professionelle, entspannte Menschen bereit sind, nicht den ersten Impulsen der Unsicherheit und Angst zu folgen, kann das ganze Fest den Zauber des “Was wäre wenn” erliegen.

No Words Needed

Image References:

Bestes I

1. Mühelos aber sinnlich, alltagstauglich und doch sehr besonders: Die Entwürfe der belgischen Womenswear Marke rue blanche wachsen schnell ans Herz. 


2. Die Designerin Paula Gerbase hat an der Savil Row in London das Schneider-Handwerk erlernt und all ihr Wissen, gepaart mit ihrem klaren, bedingungslosen Stil auf ihre eigene Marke namens 1205 übertragen. Ihre Entwürfe wären in den 50ern en vouge gewesen, sie sind es heute  und sie werden es auch noch 2040 sein. Das ist Mode nach meinem Geschmack!


3. Am letzten Tag dieses lauen Winters wird ein neues Magazin herauskommen, dass ich aus tiefstem Herzen unterstütze. Wer in Berlin lebt, der begrüßt es, wenn ein paar sensible Menschen der harschen Jahreszeit Schönheit abringen. Und wenn der Winter es erlaubt, wird es auch Frühling, Sommer und Herbst geben.

 
4. Die Schuhmarke Vagabond kommt aus Schweden und zeigt das von Saison zu Saison deutlicher. Für diesen Sommer wurde der Fokus auf Haute Sports gelegt und das Farbspektrum massiv gestrafft. Das Sneaker Model KASAI gibt es in 4 sehr überzeugenden Varianten.

 
5. Sprache, Stimmen, Klänge und ein kluger, bewegender Kontext. Teho Teardo und Blixa Bargeld werden am 26.03.2014 life im Berghain zu finden sein. Ich auch.  


1. Effortless and still sensual, an everyday companion but special: The pieces of Belgian womens wear label rue blanche will easily grow to your heart. 


2. Designer Paula Gerbase learned the tailors trade at well-established Savil Row in London. All her knowledge, combined with a clear unquestioning style can be found in the collections of her brand 1205. Her design would have been en vouge in the 50ties, it is fashionable today and will still be cool in 2040. That’s the fashion I love. 


3. On the last day of winter a new magazine on Winter will be released and I deeply support it. Everyone living in Berlin will appreciate some sensitive people wrenching beauty from the harsh season. If the results of WINTER allow, there will be spring, summer and autumn as well.

 
4. Shoe brand Vagabond is based in Sweden. Their origin is visible in the designs more clearly from season to season. This summer they focussed on Haute Sports and reduced the color spectrum remarkably. Very compelling: Sneaker KASAI in 4 variations.

 
5. Language, voices and sound in a beautiful considerate context: Teho Teardo und Blixa Bargeld will be life at Berghain 26th of march 2014. You’ll find me there.

Bestes I

1. Mühelos aber sinnlich, alltagstauglich und doch sehr besonders: Die Entwürfe der belgischen Womenswear Marke rue blanche wachsen schnell ans Herz.

2. Die Designerin Paula Gerbase hat an der Savil Row in London das Schneider-Handwerk erlernt und all ihr Wissen, gepaart mit ihrem klaren, bedingungslosen Stil auf ihre eigene Marke namens 1205 übertragen. Ihre Entwürfe wären in den 50ern en vouge gewesen, sie sind es heute und sie werden es auch noch 2040 sein. Das ist Mode nach meinem Geschmack!

3. Am letzten Tag dieses lauen Winters wird ein neues Magazin herauskommen, dass ich aus tiefstem Herzen unterstütze. Wer in Berlin lebt, der begrüßt es, wenn ein paar sensible Menschen der harschen Jahreszeit Schönheit abringen. Und wenn der Winter es erlaubt, wird es auch Frühling, Sommer und Herbst geben.

4. Die Schuhmarke Vagabond kommt aus Schweden und zeigt das von Saison zu Saison deutlicher. Für diesen Sommer wurde der Fokus auf Haute Sports gelegt und das Farbspektrum massiv gestrafft. Das Sneaker Model KASAI gibt es in 4 sehr überzeugenden Varianten.

5. Sprache, Stimmen, Klänge und ein kluger, bewegender Kontext. Teho Teardo und Blixa Bargeld werden am 26.03.2014 life im Berghain zu finden sein. Ich auch.


1. Effortless and still sensual, an everyday companion but special: The pieces of Belgian womens wear label rue blanche will easily grow to your heart.

2. Designer Paula Gerbase learned the tailors trade at well-established Savil Row in London. All her knowledge, combined with a clear unquestioning style can be found in the collections of her brand 1205. Her design would have been en vouge in the 50ties, it is fashionable today and will still be cool in 2040. That’s the fashion I love.

3. On the last day of winter a new magazine on Winter will be released and I deeply support it. Everyone living in Berlin will appreciate some sensitive people wrenching beauty from the harsh season. If the results of WINTER allow, there will be spring, summer and autumn as well.

4. Shoe brand Vagabond is based in Sweden. Their origin is visible in the designs more clearly from season to season. This summer they focussed on Haute Sports and reduced the color spectrum remarkably. Very compelling: Sneaker KASAI in 4 variations.

5. Language, voices and sound in a beautiful considerate context: Teho Teardo und Blixa Bargeld will be life at Berghain 26th of march 2014. You’ll find me there.

RAD by Rad Hourani #9

Die Modewelle rollt zur Zeit wieder über uns hinweg. Der Show-Zirkus ist bereits in Paris angekommen und doch gab es bisher nicht den einen großen Hingucker (wie zum Beispiel in der letzten Saison Rick Owens). Während ich darauf warte, genieße ich einfach die unfassbar konsistente, klare und doch vielschichtige RAD by Rad Hourani collection #9. So soll es sein. Es müssen nicht immer spektakuläre Shows sein, die das Herz höher schlagen lassen. Zufriedenstellender kann schon eine Kollektion sein, die bereits mit schlicht geschossenen Schwarz-Weiß Bildern vollkommen überzeugt.


Fashion is here! The Show-Circus already hit Paris and still there is no stand-out performance yet (like the one of Rick Owens last season). While I’m waiting for the real stuff, I’ll keep my spirits up with the unfathomably clear but multilayered RAD by Rad Hourani collection #9 That’s how it should be. Do we need spectacular shows to understand what fashion is all about? Sometimes some simple black and white images are much more compelling.

The White Briefs - Weiße Wäsche

The White Briefs, ich möchte das jetzt hier nicht übersetzen. Denn im Deutschen gibt es keine einzige Formulierung, die der körpernächsten Form von Bekleidung die gebührende Würde lässt. Unterwäsche. Hm na ja. Aber das ist es, was wir hier sehen! Viel zu schön um wahr zu sein. Klassische Schnitte, modern angepasst, wunderbar weiche Qualitäten, die obendrein noch ökologisch korrekt und fair produziert wurden. Wobei letzteres bei solch hochwertiger Ware fast zwangsläufig nötig ist.

Das schwedische Label The White Briefs meistert makellos den Spagat zwischen vielseitig und charakteristisch, zwischen zeitlos und modern. So viel liebe fürs Details und den Wert eines Kleidungsstückes regt dazu an, die Bedeutung solch alltäglich intensiv gebrauchter und direkt auf der Haut getragener Wäsche wichtiger zu nehmen. Sowohl bezüglich des Tragegefühls, als auch des Designs.


The White Briefs, a name I would not want to translate into German. That is because we don’t have any word which would have a matching sound to the grandeur of a first layer of clothing. And especially concerning the linen swedish brand The White Briefs create, dignity is an important word which directly springs to my mind. It is not just the timeless design or the skin soothing lush and seek qualities they use. It is also the careful sourcing and eco supportive production which strengthens the value of The White Briefs action.

The White Briefs manage the balancing act between versatility and character, between timeless and contemporary in a perfect way. With such a keen eye for details, The White Briefs inspires to escalate the focus on clothing of the first layer to our skin to a higher level. Thanks guys! Your work is comforting and very much appreciated!

Über die Jahre: Miu Miu

Fall/Winter 1997 - Audrey Marney by Glen Luchford


Spring/Summer 1997 - Zora Star by Glen Luchford


Fall/Winter 1994 - Rosemary Ferguson by Corinne Day


Fall/Winter 2009 - Ilda Lindquist by Mert Alas and Marcus Piggott


Bette Franke by Ines and Vinoodh


Fall/Winter 2002 - Kristina Chrastecova by Viviane Sassen